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€ 16,-



Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1975

Herausgeber: Claus Roxin / Heinz Stolte / Hans Wollschläger

Beschreibung:
Das fünfte Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft enthält eine Reihe von Beiträgen, die trotz der verschiedensten Themen harmonisch ineinandergreifen. Der einleitende Beitrag >Die Reise ins Innere< von Heinz Stolte analysiert das Verhältnis von >Dichtung und Wahrheit< in den Reiseerzählungen Karl Mays an einem konkreten Textbeispiel. Dabei geht es zugleich um ein methodisches Verfahren der Interpretation, für das die bekannte Diltheysche These, daß alle dichterische Phantasie ihren Ursprung aus dem Erlebnis, der Lebenssubstanz eines Autors nicht abschütteln oder verleugnen kann, den entscheidenden Schlüssel geliefert hat. Ebenfalls in Regionen des Biographischen, in denen sich psychoanalytische Hypothesen geradezu zwangsläufig anbieten, ist Wolf-Dieter Bach vorgestoßen. In seinem Beitrag >Sich einen Namen machen< untersucht er hermeneutisch die in Mays Werken vorkommenden Namen auf ihren Ursprung hin. Der Wiederabdruck der Erzählung >Eine Seehundsjagd<, die in den Gesammelten Werken Karl Mays fehlt, ist sicherlich eine begrüßenswerte Bereicherung des Jahrbuches. Ekkehard Bartsch hat in seinem Aufsatz "Mensch und Tier" nicht nur diesen Einzeltext kommentiert, sondern des Autors Stellung zum Natur- und Landschaftsschutz überhaupt dargestellt. Eine weitere Dokumentation zum gleichen Thema bietet Heinz Stolte unter dem Stichwort >Die Vögel oder das Leitmotiv< mit der Fortsetzung seiner Untersuchungen zur didaktischen Struktur von Karl Mays Jugendbuch >Die Sklavenkarawane<. Hierbei geht es allerdings nicht nur um die moralische Problematik der Sache, sondern darüber hinaus um den Nachweis, wie pädagogische Impulse unmittelbar in epische Kunstgriffe und formale Techniken umgesetzt werden. Wenn Stolte in >Die Reise ins Innere< auf die außerordentliche Bedeutung der Gefängniszeit Karl Mays für die gesamte Motivik seines späteren erzählerischen Werkes nachdrücklich, aber in mehr hypothetischer Form hingewiesen hat, so bestätigt das überzeugend und eindrucksvoll Hainer Plaul mit seiner großangelegten Untersuchung "Besserung durch Individualisierung". Seine Arbeit über die Zwickauer Gefängniszeit des Schriftstellers ist einer der gehaltvollsten und stichhaltigsten Beiträge zur Aufhellung jener Dunkelzone in Karl Mays Biographie, die bisher alle Aussagen über den Werdegang dieses seltsamen Autors so unsicher gemacht hat. Die sich unmittelbar an die Zwickauer Jahre anschließende Periode von 1868 bis 1870 behandelt Klaus Hoffmann mit der Fortsetzung seiner Arbeit >Karl May als "Räuberhauptmann" oder Die Verfolgung rund um die sächsische Erde<. Zur Karl-May-Rezeption und -Kritik werden auch diesmal zwei bedeutsame Komplexe herausgegriffen und näher beleuchtet, die in gewisser Weise reziprok gelagert sind: einen Feind, der sich zu eher wohlwollender Objektivität wandelt (Karl Muth), und einen Freund und Förderer, der sich zeitweise zu kritischer Gegnerschaft entfremdet (Peter Rosegger), beides aber exemplarische Fälle, an denen erregende Dramatik, die das Leben dieses Schriftstellers erfüllt hat, sich eindrucksvoll ablesen läßt. Franz Cornaro hat die Gestalt des Kulturpolitikers Karl Muth, der zweifellos einer der ernsthaftesten Gegner Mays gewesen ist, sehr lebendig gezeichnet, und Alfred Schneider gelingt es, aus dem Briefwechsel zwischen May und Rosegger das Verhältnis zwischen beiden durch bisher unbekanntes Material als ein an den Kern seiner Existenz rührendes Erlebnis Karl Mays verständlich zu machen. Erich Heinemann berichtet über >Fünf Jahre Karl-May-Gesellschaft<.

Anmerkungen:
Mit Frontispiz und Abbildungen

Seiten: 288

Format: 15.5 x 22.0 cm

Umschlag: Leinen mit Schutzumschlag

Verlag: Hansa Verlag

Bestell-Nr: 69075

Preis: € 16,- [D]



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